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Kranke Wälder

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Von: Daniela Vates

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Dem Wald geht  es nicht gut.
Dem Wald geht es nicht gut. © Rolf Oeser

Der Wald ist nicht nur ein poetischer Ort, er erfüllt zentrale Aufgaben im Ökosystem und muss deshalb endlich geschützt werden. Der Kommentar.

Es brennt. Ganz wortwörtlich ist das so im Harz, wo jüngst die Feuerwehr Waldbrände bekämpfen musste. Wenn diese Brände gelöscht sind, ist mitnichten alles wieder in Ordnung. Nur ein Fünftel der Bäume in Deutschland gilt noch als gesund. Das ist ein dramatischer Befund.

Denn Wald ist ja nicht einfach nur ein poetischer Ort, er erfüllt eine zentrale Aufgabe im Ökosystem. Wälder speichern Wasser, sie sorgen für Temperaturausgleich. Ohne Wälder geht es nicht auf der Welt. Deswegen ist es auch in Deutschland wichtig, Wald nicht nur als Landschaftselement, Freizeitziel oder Wirtschaftsgut wahrzunehmen.

Der Hauptschaden in den Wäldern entsteht nicht durch Feuer, sondern durch Klima-Stress. Immer längere Hitzeperioden und Dürren setzen den Bäumen zu, machen sie anfällig für Krankheiten und Borkenkäfer. Monokulturen helfen dabei nicht.

Entschlossen und schnell gegen den Klimawandel vorzugehen ist die eine Konsequenz. Den Wald als Kostbarkeit begreifen, ist das andere. Mit einem Schatz geht man sorgsam um, man schützt und bewahrt ihn.

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