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Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat um Giftproben gebeten.

Fall Skripal

Kooperieren statt streiten

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Die EU sollte einerseits London im Zwist mit Russland unterstützen, andererseits bei der Aufklärung des Gift-Attentats Russland miteinbeziehen. Der Komentar

Der Giftanschlag von Salisbury geht nicht nur Großbritannien und Russland etwas an, sondern die gesamte Europäische Union. Obwohl London die EU verlassen will, ist es noch immer ein Mitglied der Gemeinschaft und braucht ihre Solidarität. So wie die EU sich an der Aufklärung des Mordes an dem slowakischen Journalisten und seiner Verlobten beteiligen will, sollten EU-Experten gemeinsam den Giftanschlag untersuchen – und dabei russische Ermittler einbeziehen.

Die Ausweisung Moskauer Diplomaten ist verständlich, schließlich gibt es an der russischen Täterschaft im Mordfall Litwinenko von 2006 wenig Zweifel. Aber die Ausweisung führt zu nichts. Sie wird lediglich die schlechten Beziehungen weiter verschlechtern.

Eine internationale Untersuchung würde der Sache eher dienen, weil Moskau in der Verantwortung stünde. Der Moment für so einen Vorstoß ist günstig: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat um Giftproben gebeten. Die EU könnte ihm eine gemeinsame Aufklärung vorschlagen. Lehnt Moskau ab, macht es sich verdächtig. 

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