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Coronavirus-Demonstrationen in Dresden

Demonstration

Konzentriert bleiben

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Von den teils kruden Parolen der Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen sollte sich niemand beindrucken lassen, gleichwohl sollte der Protest die Politik anspornen, Fehler zu beseitigen.

Die teils seltsamen oder kruden Parolen der demonstrierenden Minderheit gegen Corona-Maßnahmen hat viele irritiert oder aufgeschreckt – auch weil vor allem rechte Gruppen versuchen, den Protest für sich zu nutzen. Man kann aber auch gelassen bleiben. Schließlich hat die überwältigende Mehrheit gezeigt, dass sie in der Corona-Krise zusammensteht gegen Covid-19 und für ein Miteinander in der Krise. Außerdem versuchen auch andere politische Kräfte den Ausnahmezustand für sich zu nutzen, sind aber ebenfalls nicht erfolgreich.

Auch war es eine Frage der Zeit, dass sich der Unmut mit den Einschränkungen Bahn bricht. Wenn aber die große Mehrheit für die Einschränkungen ist, ist es schwer, seine Einwände vorzubringen. Dieses Problem haben auch die Oppositionsparteien im Bundestag nicht immer überzeugend gelöst.

Den Protest sollte aber niemand ignorieren. Er sollte Ansporn sein, politische Entscheidungen besser zu vermitteln und Widersprüche der Lockerungsphase besser zu erklären. Überall dort, wo nachgebessert werden muss, sollte dies schnell geschehen. Etwa bei der Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten und Schulen, um Familien zu entlasten. Sonst demonstriert irgendwann die Mehrheit. Das kann niemand wollen. 

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