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Zukunft verbaut

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Von: Peter Hanack

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Wenn die katholischen Bischöfe weiter die vom synodalen Weg vorgeschlagen Reformen verhindern, werden immer mehr Gläubige die Kirche verlassen

Sex nur, wenn auch Kinder gezeugt werden können – ergo keine Pille und kein Kondom. Klar, kann man so vorschreiben. Jemanden lieben, der das gleiche Geschlecht wie man selbst hat? Klar, aber nicht im Dienst der Katholischen Kirche, weil Sünde.

Klar ist: Die Kirche hat vor allem ein Problem mit sich selbst. Eine Sexualmoral, die den vermufften Geist der Jahrtausende unter den Mitren – den Bischofsmützen – trägt, trägt den Glauben kaum in die nächsten Jahrzehnte.

Wenn, wie geschehen, also eine Sperrminorität der Bischöfe eine Reform dieser überkommenen Moral, wie sie der Synodale Weg anstrebt, verhindert, dann verbaut diese Minorität der Katholischen Kirche den Weg in die Zukunft.

Es hilft dann nicht, wenn ehrbare und kluge Streiter wie der Limburger Bischof Georg Bätzing dem Vatikan die Stirn bieten und aus Einsicht in die Notwendigkeit eine Runderneuerung der Katholischen Kirche einfordern. Die übergroße Mehrheit der Gläubigen mag so einer Kirche, die sich immer wieder rückwärts wendet, nicht mehr folgen. Und tritt folgerichtig aus. Bericht S. 7

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