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Zeitenwende in Kolumbien

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Von: Klaus Ehringfeld

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Der neue Präsident von Kolumbien, Petro hat enorme Herausforderungen vor sich. Er muss ein zerrüttetes und geteiltes Land zu vereinen suchen und einen verschleppten Friedensprozess in die Tat umsetzen. Der Kommentar.

Das Wort Zeitenwende ist in der jüngsten Zeit arg strapaziert worden. Aber auf das Wahlergebnis in Kolumbien und das, was nun folgen wird, passt es hervorragend. Keine Wahl in der jüngeren Zeit in der Region bedeutete einen so elementaren Bruch mit der Vergangenheit wie die vom Sonntag im drittbevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas.

Gustavo Petro, ein linker Sozialdemokrat, hat enorme Herausforderungen vor sich. Er muss ein zerrüttetes und geteiltes Land zu vereinen suchen, einen verschleppten Friedensprozess in die Tat umsetzen. Er will einen grünen Umbau einer auf fossile Brennstoffe gepolten Wirtschaft erreichen. Außerdem will er dem Hunger ein Ende setzen und die Armut verringern, von der fast die Hälfte der 50 Millionen Kolumbianer betroffen sind.

An solchen Aufgaben scheitern Regierungen schon in Ländern, wo die politischen Rahmenbedingungen leichter sind. Petro will sein Land in vier Jahren von einem quasi-feudalen Staat in die politische Moderne führen. Wenn er auch nur die Grundlagen dafür legt, hat er viel erreicht.

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