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Zeit zum Boykott

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Von: Ursula Rüssmann

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Es ist schon ein absurder Vorgang in der Corona-Krise, dass trotz fast 300 000 Neu-Infektionen täglich fast flächendeckend Masken- und Testpflichten wegfallen

Vielleicht wird es bald wärmer, und es zieht alle nach draußen in die Parks, Cafés und Gartenlokale. Dann hätten wir eine gewisse Chance, den von Samstag an drohenden, massiven Anstieg der Corona-Infektionen (und damit der Todesfälle) einzudämmen.

Es ist schon ein absurder Vorgang, dass trotz fast 300 000 Neu-Infektionen täglich (plus Dunkelziffer!) fast flächendeckend Masken- und Testpflichten wegfallen. Stattdessen sendet die Politik ebenso flächendeckend flehende Appelle an die Menschen, doch bitte weiter aufzupassen.

Das müssen viel mehr Menschen ausbaden, als die hauptverantwortliche FDP uns glauben machen will: Vorerkrankte, die sich nicht impfen lassen können; das Personal in Handel und Gastronomie; überlastete Klinikbeschäftigte; und zahlreiche Kranke, deren Therapien schon jetzt verschoben werden müssen.

Sie alle können nicht allein auf gutes Wetter hoffen. Ihre Hoffnung kann nur ruhen auf jedem und jeder von uns. Die Mehrheit derer, die seit gut zwei Jahren aus Einsicht und Rücksicht Maske trägt, sich testet und Abstandsregeln einhält, sollte nicht nur das konsequent weiter tun. Sie sollte ihre Marktmacht nutzen und Lokale, Läden, Sporteinrichtungen ohne strenge eigene Hygienekonzepte meiden – und auch laut sagen, warum. Kurz: Die Zeit ist reif für einen breiten Boykott des Endes des Coronaschutzes.

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