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Zeit bis zum Abzug nutzen

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Von: Andreas Schwarzkopf

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In Mali eingesetzte Bundeswehr-Soldaten auf dem Weg zurück in die Heimat.
In Mali eingesetzte Bundeswehr-Soldaten auf dem Weg zurück in die Heimat. © Moritz Frankenberg/dpa

Der Rückzug der Bundeswehr aus Mali bis 2024 ermöglicht es Berlin, Paris und den UN, die Mission mit Bamako so zu entwickeln, dass der Sahel-Staat doch noch stabiler werden kann. Der Kommentar.

Die Ampelkoalition hat sich mit dem angekündigten Rückzug der Bundeswehr aus Mali zu Recht für ein Ende mit Schrecken entschieden und folgt damit anderen europäischen Staaten wie Frankreich und Großbritannien. Denn die Schikanen der Regierung in Bamako haben den Einsatz zunehmend unmöglich gemacht.

Deutschland verlässt zudem nicht fluchtartig das Land. Es bleibt bis Anfang 2024, so dass Berlin zusammen mit Paris und den UN überlegen können, wie die Mission weiterentwickelt werden kann, um doch noch mehr Stabilität in den Staaten der Sahelzone zu erreichen und zugleich, um den Einfluss Russlands durch die Wagner-Gruppe in Mali wieder zurückzudrängen.

Dafür müssten die Vereinten Nationen und die europäischen Staaten nicht mehr nur auf die militärische Karte setzen. Sie müssten Mali und die Nachbarstaaten ökonomisch und politisch dabei unterstützen, die Defizite in den Ländern zu beseitigen.

Fraglich ist allerdings, ob vor allem Berlin und Paris für derartig aufwendige Arbeit den politischen Willen aufbringen und sich zudem auf ein gemeinsames Konzept mit den anderen Partnern einigen können. Keine Alternative ist es, der Region einfach den Rücken zu kehren und Mali sich selbst zu überlassen. Bericht S. 4

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