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Zäsur für die Bundeswehr

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Von: Markus Decker

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Die Bundeswehr muss anders bewaffnet werden.
Die Bundeswehr muss anders bewaffnet werden. © Philipp Schulze/dpa

Um die Nato-Beschlüsse umzusetzen, muss vor allem das Heer anders bewaffnet werden und für die Nato Response Force zusätzliche Soldatinnen und Soldaten bereitstellen.

Die Beschlüsse des Nato-Gipfels verändern die Bundeswehr. Bald 33 Jahre nach dem Fall der Mauer werden die deutschen Streitkräfte erneut auf Landes- und Bündnisverteidigung geeicht. Das hat Konsequenzen für die Bewaffnung und Mannschaftsstärken.

Die Bundeswehr soll für die jederzeit einsetzbare Nato Response Force künftig 15 000 Soldatinnen und Soldaten bereithalten. In Litauen soll sie eine Kampftruppenbrigade mit bis 5000 Frauen und Männern führen. Derzeit befinden sich rund 3500 Soldaten in Auslandseinsätzen außerhalb des Nato-Gebiets. Auf dem Höhepunkt des Afghanistan-Einsatzes waren es rund 10 000. Dies galt seinerzeit als Maximum.

Ein militärischer Konflikt der Nato mit Russland ist trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine unwahrscheinlich. Doch ausgeschlossen ist ein Krieg nicht; darauf müssen sich alle einstellen. Jene in Litauen wären dann Teil der „Front“. Allein das Wort macht schütteln. In anderen Staaten ist das Militärische selbstverständlicher Teil des Alltags – wie in Israel. Dort muss es aus existenziellen Gründen so sein. Bei uns ist es anders. Das wird so nicht bleiben.

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