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Atomares Wettrüsten droht: Jetzt braucht es Druck

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Von: Karin Dalka

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Atomwaffen
Nach der Explosion einer französischen Atombombe schwebt dieser riesige Atompilz über dem Mururoa-Atoll. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1970. © picture alliance / dpa

Der russische Überfall auf die Ukraine hat die Vision einer atomwaffenfreien Welt in eine noch fernere Zukunft verschoben, dennoch ist Abrüstung dringlicher denn je. Der Kommentar.

Was die Welt braucht, ist atomare Abrüstung. Was wir erleben, ist das Gegenteil: Alle Atomwaffenstaaten erweitern oder modernisieren Sprengköpfe, Trägersysteme, Produktionsstätten – und das nicht erst seit dem Ukraine-Krieg. Ein Wahnsinn, der Unsummen verschlingt. Geld, das anders dringend gebraucht würde: etwa für Anstrengungen gegen den Klimawandel, der auch den Weltfrieden bedroht.

Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat die Vision einer atomwaffenfreien Welt in eine noch fernere Zukunft verschoben. Nun droht ein neues Wettrüsten. Wodurch die Gefahr dramatisch steigt, dass diese Waffen nicht nur zur Abschreckung gehortet werden, sondern irgendwann tatsächlich die Welt in eine Hölle verwandeln. Und sei es durch einen Unfall, ein Missverständnis, einen Fehler.

Ukraine-Krieg: Jetzt braucht es Druck auf alle Atomwaffenstaaten

Auch wenn es utopisch erscheint: Der Zeitpunkt, mental, rhetorisch und faktisch abzurüsten, ist jetzt. Jede multilaterale Initiative, jede internationale Konferenz, jeder politische Druck auf alle Atomwaffenstaaten ist dringlicher denn je.

In ihrem Koalitionsvertrag haben sich die Ampel-Parteien dazu bekannt – während sie nun die nukleare Teilhabe Deutschland fortschreiben. Doch sie stehen im Wort. Der Ukraine-Krieg ist ein Grund mehr, es einzulösen. (Karin Dalka)

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