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Wohnungen für alle

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Von: Anna Laura Müller

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Vernachlässigte Debatte: Neuer Wohnraum muss zugänglich sein - für alle.
Vernachlässigte Debatte: Neuer Wohnraum muss zugänglich sein - für alle. © Arno Burgi/dpa

Wenn von einer Verbesserung des Wohnungsbaus gesprochen wird, muss Barrierefreiheit mitgedacht werden – was deutlich mehr bedeutet als nur einen Zugang mit dem Rollstuhl. Das sollte bei allen Neubauten berücksichtigt werden. Der Kommentar.

In Deutschland fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Für alle, die in jüngster Zeit vor allem in Ballungsräumen auf der Suche waren, ist das keine Überraschung. Besonders armutsbetroffene Menschen haben es schwer, eine Bleibe zu finden. Die Prognose, die das Verbändebündnis „Soziales Wohnen“ jetzt für das Jahr 2023 äußert, lässt auf keine Besserung hoffen. Von 700 000 fehlenden Wohnungen im Jahr 2023 ist dort die Rede. Besonders im sozialen Wohnungsbau hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher.

Dass Geld in die Hand genommen werden muss, um vor allem mehr Sozialwohnungen zu schaffen, ist klar. Aber es spielt auch eine Rolle, welche Art von Wohnungen gebaut werden.

Das Bündnis fordert zu Recht, eine feste Anzahl Wohnungen für behinderte Menschen vorzusehen und diese dann auch barrierefrei zu bauen. Das ist eine vernachlässigte Debatte über die Frage, wie Wohnraum normalerweise gestaltet wird und für wen dieser dann auch bewohnbar und zugänglich ist. Wenn von einer Verbesserung des Wohnungsbaus gesprochen wird, muss Barrierefreiheit mitgedacht werden – was deutlich mehr bedeutet als nur einen Zugang mit dem Rollstuhl. Das sollte bei allen Neubauten berücksichtigt werden. Denn es geht um eine Frage der Gleichstellung.

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