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Wege für Hilfe finden

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Von: Andreas Schwarzkopf

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14. September 2021 im Kreml: Russlands Präsident Wladimir Putin trifft den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.
14. September 2021 im Kreml: Russlands Präsident Wladimir Putin trifft den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. © dpa

Die internationale Gemeinschaft muss trotz des russischen Vetos bei den UN Mittel und Wege finden, Nahrung in den Nordwesten Syriens zu bringen, um eine Katastrophe zu verhindern. Der Kommentar.

Nach Russlands Veto im UN-Sicherheitsrat gegen die Hilfen für den Nordwesten Syriens ist der Ruf nach einer Reform der Vereinten Nationen zwar berechtigt. Doch wichtiger ist es, kurzfristig Mittel und Wege zu finden, wie Nahrung doch noch den Weg in die Region Idlib finden kann. Sonst wird dort nicht nur Essen knapp, sondern auch vieles andere des täglichen Bedarfs. Die Folgen sind bekannt. Der Mangel hat schon einmal viele Syrerinnen und Syrer aus ihrem Land getrieben. Die meisten blieben in der Region, andere machten sich auf den Weg nach Europa.

Gelingt es dem Westen nicht, diese Entwicklung zu stoppen, wird der russische Autokrat Wladimir Putin erneut über einen Etappensieg jubilieren. Er hat mit dem syrischen Diktator Baschar al-Assad erneut einen seiner letzten Verbündeten gestärkt und zugleich dem Rest der Welt seine Macht demonstriert.

Der Politik in Europa hat Putin erneut eine seiner strategischen Lieblingszüge vorgeführt. Gerne lässt der Kreml-Herrscher Konflikte ungelöst erkalten, um sie im rechten Moment anzuheizen. Das hat er in Georgien gemacht oder in der Ukraine und eben jetzt mal wieder in Syrien. Bislang haben die USA und die europäischen Verbündeten dagegen kein angemessenes Mittel gefunden. Zeit wird es allerdings.

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