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Wahl in Dänemark: Mit Sicherheit rechts

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Von: Thomas Borchert

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Zwölf Fraktionen im Folketing, dem dänischen Parlament, lassen eine mühselige Regierungsbildung erwarten
Zwölf Fraktionen im Folketing, dem dänischen Parlament, lassen eine mühselige Regierungsbildung erwarten © Daniel Reinhardt/dpa

Egal wie die künftige Koalition in Dänemark aussieht: Mette Frederiksen hat die dänische Politik schon so weit nach rechts getrieben, dass es in diese Richtung kaum noch weitergehen kann. Der Kommentar.

Kurz nach dem Rechtsruck in Schweden hat die dänische Sozialdemokratin Mette Frederiksen einen überraschenden Wahlsieg eingefahren. Nach rechts rückt sie nun selbst und will künftig mit Parteien aus dem Bürgerblock statt von der Linken regieren, obwohl das bisherige Regierungslager weiter eine knappe Mehrheit hat. Frederiksen hat sich erfolgreich als Sicherheitsgarantie im Zeichen von Kriegsangst und drohender Wirtschaftskrise inszeniert. Mitte-rechts strandete kläglich und stümperhaft mit Attacken auf Frederiksen als „machtbesessen“. Es zerlegte sich überdies selbst nach allen Regeln der Kunst, unter anderem durch zwei neu gegründete Parteien.

Zwölf Fraktionen im Folketing lassen eine mühselige Regierungsbildung erwarten. Am Ende aber wird es eine Regierung „der Mitte“ unter Frederiksens Führung im traditionell konsensorientierten und beneidenswert stabilen Königreich Dänemark geben. Dänemarks hässlich abweisende Zuwanderungspolitik hat diese Wahl nicht weiter nach rechts bewegt. Was kein Grund zu Freude ist. Denn die Sozialdemokratin Frederiksen hat die dänische Politik schon so weit nach rechts getrieben, dass es in diese Richtung kaum noch weitergehen kann.

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