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Abiy Ahmed bei der Verleihung des Friedensnobelpreises.
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Abiy Ahmed bei der Verleihung des Friedensnobelpreises.

Kommentar

Vom Paulus zum Saulus

  • Johannes Dieterich
    vonJohannes Dieterich
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Äthiopiens Premier Ahmed hat sich als Diktator entpuppt und sollte auch so behandelt werden: Mit Sanktionen oder dem Entzug der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Der Kommentar.

Der äthiopische Premier Abiy Ahmed hat alle reingelegt. Uns Korrespondenten, die in ihm den „äthiopischen Gorbatschow“ sahen; seine Landsleute, die ihre Hoffnung in den Demokraten setzten; das Nobel-Komitee, das ihn mit dem Friedenspreis kürte.

Jetzt zeigt Äthiopiens neuer Kaiser sein wahres Gesicht. Das angebliche Reform-Programm und der Friede mit dem eritreischen Nachbarn waren nur Vorbereitungen seines Ziels, den ältesten Staat des Kontinents wieder zu einem zentral geführten Imperium zu machen. Ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Frieden, ohne Demokratie.

Seit Wochen schweigt die Welt zur Invasion in Tigray: keine UN-Resolution, kein EU-Bescheid, kein Einspruch der Afrikanischen Union. Auch wenn Rufe nach einem militärischen Eingreifen fehl am Platz sind. Der „westliche“ Teil der Welt muss sich darüber im Klaren sein, dass sie es mit einem kaltblütigen Herrscher zu tun hat – dem mit dem Arsenal des Kampfs gegen Diktatoren begegnet werden muss. Mit Sanktionen, mit diplomatischem Druck, mit dem Entzug der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

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