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Vom Ende her denken

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Verspricht Hilfe beim Wiederaufbau: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.
Verspricht Hilfe beim Wiederaufbau: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. © Jean-Francois Badias/dpa

Den Krieg können zwar nur der Despot Putin und die Regierung in Kiew beenden. Über das Danach sollte der Westen dennoch jetzt schon nachdenken – trotz aller Unwägbarkeiten. Der Kommentar.

Wer über den Ukraine-Krieg spricht, darf von dessen Ende nicht Schweigen. Dabei geht es nicht um vertragsfertige Vereinbarungen. Es kann und soll auch nicht ignoriert werden, dass den Krieg nur der Despot Wladimir Putin und die Regierung in Kiew beenden können und dann erst über einen möglichen Friedensvertrag verhandelt werden kann.

Aber darum geht es auch nicht, wenn EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen der Ukraine Hilfe zum Wiederaufbau verspricht. Vielmehr wird deutlich, dass es nicht alleine darum geht, die Menschen in der Ukraine mit allen Mitteln zu unterstützen, um sich zu verteidigen. Es wird auch deutlich, dass all die Mühen das Ziel haben, irgendwann wieder ein normales Leben führen zu können.

Darüber hinaus müssen sich die Ukraine und die westlichen Verbündeten darüber klar werden, ob Russland nach dem Krieg ein Gegner oder Rivale sein soll oder vielleicht doch langfristig wieder ein Partner werden könnte und wie das erreicht werden kann. Kiew und die Verbündeten müssen sich auch mit der Frage beschäftigen, ob der Status Quo vor dem Krieg wiederhergestellt werden soll oder womöglich auch die von Russland völkerrechtswidrig annektierte Krim wieder Teil der Ukraine werden soll.

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