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Verrücktes Klima

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Von: Joachim Wille

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Falls wir den Klimaschutz nicht dramatisch beschleunigen, werden in den kommenden Jahren viel mehr Menschen an den Folgen von Wetterextremen sterben als bisher

Die Zahl klingt gewaltig. Seit 1970 starben über eine Million Menschen durch Stürme, Überschwemmungen, Dürren und Hitzewellen. Das meldet die Weltwetterorganisation WMO. So dramatisch das ist, ein großer Teil davon kann auf natürliche Ursachen zurückgeführt werden. Richtige Brisanz erhält das Ganze erst jetzt: Die Wetter-Extremereignisse nehmen durch den Klimawandel zu und werden stärker, und zwar in unerwarteten Dimensionen.

Die aktuelle Flutkatastrophe in Deutschland ist nur ein Beispiel dafür. Auch China erlebt derzeit Mega-Überflutungen. Erst kürzlich haben Hitzewellen mit Rekordtemperaturen im Westen Kanadas und der USA für Schlagzeilen gesorgt. Rekordregenfälle in London, extreme Waldbrände in Sibirien, stärkste Niederschläge in Tokio seit Messungsbeginn – die Nachrichten über solche Ereignisse reißen nicht mehr ab. Verrücktes Wetter ist zunehmend normal.

Einige Klimaforscher befürchten bereits, dass das Klimasystem eine gefährliche Schwelle überschritten haben könnte. Die Politik, wie jetzt beim Klimagipfel der G20 in Neapel, hat das noch gar nicht richtig auf dem Schirm.

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