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Bulgarien hat Veränderung gewählt – Politik nun in der Bringschuld

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Von: Thomas Roser

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Bulgarinnen und Bulgaren haben in diesem Jahr bei drei Parlamentswahlen und der Präsidentschaftskür für Veränderung gestimmt – Politikerinnen und Politiker sollten das umsetzen. Der Kommentar.

Sofia – Vier Mal mussten die wahlmüden Bulgarinnen und Bulgaren in diesem Jahr zu den Urnen pilgern. Es ist wenig verwunderlich, dass der Zuspruch der Wahlberechtigten auf immer neue Tiefen sackte: Die Wahl des bisherigen und künftigen Präsidenten Rumen Radew lockte am Wochenende nicht mal mehr jeden dritten Wahlberechtigten.

Präsidentschaftswahlen in Bulgarien
Rumen Radev, Präsident von Bulgarien, spricht zu Journalisten, nachdem er seine Stimme abgegeben hat. © Valentina Petrova/dpa

Nach drei Parlamentswahlen und der Präsidentschaftskür ist zumindest der Wille der verbliebenen Wählerinnen und Wähler klar. Sie wollen Veränderung in ihrem ausgezehrten Jammertal. Sie haben genug von Korruption und der Oligarchenwirtschaft im Schattenstaat – und erst recht genug von ihrem abgewählten Galionsfigur Bojko Borissow.

Bulgariens ermatteter Souverän hat seinen Job getan. Leicht ist es zwar nicht, aus vier sehr unterschiedlich gestrickten Parteien eine Koalition zu schmieden. Doch hehre Wahlkampfversprechen und der verbale Feldzug gegen die Korruption allein sind für die gelobten Veränderungen beim EU-Nachzügler nicht genug. Nun sollten die gewählten Würdenträgerinnen und -träger entsprechend regieren. (Thomas Roser)

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