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Joe Biden präsentiert sein Team: Kontinuität mit Risiko

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Von: Stephan Hebel

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Joe Bidens Personalentscheidungen werden manche erfreuen – und andere enttäuschen.
Joe Bidens Personalentscheidungen werden manche erfreuen – und andere enttäuschen. © Khanna/AFP

Die ersten Personalentscheidungen des gewählten US-Präsidenten Biden lassen vermuten, dass er an seine Zeit als Vize Barack Obamas anknüpfen will. Aber das ist zu wenig. Der Kommentar

Die Erleichterung ist verständlich: Joe Biden lässt erste Konturen seines Regierungsteams erkennen, während Donald Trump unter Absingen schmutziger Lieder den Rückzug aus dem Weißen Haus antritt. Und alles deutet darauf hin, dass in Washington demnächst wieder Berechenbarkeit und zivilisierter Umgangston herrschen. Immerhin.

Joe Biden setzt auf Nummer sicher

Allerdings sollte niemand vergessen, dass Donald Trumps Gepolter beim Auszug den Zweck hat, den Ton für die nächste Runde im Kampf gegen das Washingtoner „Establishment“ zu setzen. Ob die ersten Personalentscheidungen des gewählten Präsidenten genügen, um dauerhaft dagegenzuhalten, ist fraglich. Die bisherigen Ernennungen sehen ein bisschen sehr danach aus, als ginge es Biden darum, einfach an seine Zeit als Vize von Barack Obama anzuknüpfen.

Joe Biden sollte mehr wagen

Aber das ist zu wenig, besonders in der Außenpolitik. Die alte Ordnung mit ihrer interventionistischen Vormacht USA passt nicht mehr zu dieser multipolaren Welt. Gerade wer Stabilität wiedergewinnen will, müsste mehr Wandel wagen – auch beim Personal.

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