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US-Wahlen: Trügerische Freude

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Von: Jakob Maurer

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Seit 2020, dem Jahr, in dem dieses Bild entstand, hat die wachsende Latino-Wählerschaft in den USA nun einen weiteren Schritt Richtung Republikaner gemacht.
Seit 2020, dem Jahr, in dem dieses Bild entstand, hat die wachsende Latino-Wählerschaft in den USA nun einen weiteren Schritt Richtung Republikaner gemacht. © Stanton Sharpe/Imago

Trotz aller Freude im linken Lager über das nicht allzu gute Abschneiden der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen, darf man nicht vergessen: 2024 könnten die knappen Mehrheiten auch anders ausfallen. Das liegt auch an der Latino-Wählerschaft. Der Kommentar.

Es ist ein Moment des Durchschnaufens für Joe Bidens Demokraten, keine Frage: Die Mehrheit im Senat ist verteidigt, die Republikaner hadern mit sich und Donald Trump. Doch gerade Letzteres könnte mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2024 das Blatt wieder wenden.

Denn auch wenn die Swing States Arizona und Nevada den Demokraten im Südwesten knappe Siege brachten, zeigen Nachwahlbefragungen, dass die wachsende Latino-Wählerschaft nach 2020 nun einen weiteren Schritt Richtung Republikaner gemacht hat. In Zeiten von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten hofften sie offenbar auf wirtschaftsfreundliche Konservative. Und manche Latinos haben ihr Kreuz vermutlich nur wegen Trump und dessen rechtsradikaler Anhängerschaft noch nicht bei den Republikanern gemacht.

Käme aber ein in dieser Hinsicht gemäßigter Kandidat zum Zug, könnten die knappen Mehrheiten bald auf die Republikaner entfallen – und die zaghaften Fortschritte unter Biden bei Immigration, Kampf gegen den Klimawandel und internationaler Zusammenarbeit jäh beenden.

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