US-Wahlkampf

Ursünde überwinden

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Joe Biden wird man an seinem Versprechen von Kenosha messen, wo er nicht nur erneut US-Präsident Trump herausforderte, sondern auch dem Rassismus den Kampf ansagte

Man wird den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden an die Versprechen von Kenosha erinnern müssen. Biden präsentierte sich zwei Tage nach dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump nicht nur erneut als das Gegenteil des Amtsinhabers.

Trump hatte den schwer verletzten Afroamerikaner Jacob Blake, dem ein Polizist in den Rücken geschossen hatte, gar nicht erst erwähnt, die Demonstranten gegen Polizeigewalt gegen Schwarze als „einheimische Terroristen“ diffamiert und die Polizisten für ihren Einsatz gelobt.

Biden hingegen redete lange mit der Familie Blake und hörte sich die Sorgen von Vertretern der Zivilgesellschaft an. Biden versprach darüber hinaus in jenem Bundesstaat Wisconsin, in dem Trump bei der Wahl vor vier Jahren knapp seine Herausforderin Hillary Clinton schlug, weil viele schwarze Wählerinnen und Wähler den Urnen fern blieben, dort versprach Biden, sich mit der Ursünde des Landes und damit mit der Sklaverei und all ihrer Überreste befassen zu wollen und konsequent gegen den strukturellen Rassismus vorzugehen.

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