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Ukraine-Krieg: Waffenlieferungen – keine einfachen Antworten

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Die Bundesregierung und ihre Verbündeten müssen Ziele verfolgen, die sich gegenseitig ausschließen. Damit ist weder das eine noch das andere Ziel wirklich zu erreichen. Der Kommentar.

Bei der Lieferung von Waffen für die Ukraine gibt es keine einfachen Antworten, weil die Bundesregierung und die Verbündeten widersprüchliche Ziele verfolgen müssen. Einerseits müssen sie die blau-gelbe Armee möglichst schnell weiter ausrüsten, damit sie sich gegen die russischen Invasoren und deren bevorstehenden Offensive im Osten des Landes wehren können. Andererseits müssen sie verhindern, dass die Nato-Staaten in Putins Krieg gezogen werden.

Bittet auch Deutschland seit Wochen eindringlich um Waffenlieferungen an seine Armee: der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Bittet auch Deutschland seit Wochen eindringlich um Waffenlieferungen an seine Armee: der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. © Ukrainian Presidential Press Office/dpa

Ukraine-Krieg: Regierung muss richtige Antworten finden

Zugleich müssen die richtigen Waffen geschickt werden, die die Verteidiger möglichst rasch benutzen können und nicht übermäßig lange daran ausgebildet werden. Zudem wird das westliche Bündnis Wolodymyr Selenskyjs Truppen gemessen an der militärischen Überlegenheit von Putins Armee so schnell nicht ausreichend viele Waffen zur Verfügung stellen können, um den militärischen Konflikt möglichst bald zum Ende zu bringen. Dennoch muss die Bundesregierung mit ihren Partnern rasch die richtigen Antworten finden.

Dabei ist es entscheidender, zwischen den Zielen abzuwägen und wohl auch zu ertragen, dass weder das eine noch das andere wirklich zu erreichen ist. Weniger wichtig ist es, wer zuerst und am lautesten nach Lieferungen von Waffen und noch mehr finanziellen Mitteln ruft. (Andreas Schwarzkopf)

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