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Annexion zur Eskalation: Wie Putin sich neue Optionen sichert

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Von: Viktor Funk

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Der russische Präsident Wladimir Putin spricht anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen besetzt sind.
Der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner Rede anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen besetzt sind. © SERGEI KARPUKHIN/AFP

Wladimir Putin eröffnet sich neue Optionen. Doch seine Hauptschwäche ist seine unmotivierte Armee. Daran muss der Westen ansetzen.

Moskau – Mit der Annexion versucht Wladimir Putin zu rauben, was er noch rauben kann. Und er eröffnet sich neue Optionen: Wenn die ukrainische Armee weiter vorrückt, kann er eine Generalmobilmachung ausrufen, weil jetzt angeblich russisches Territorium betroffen ist; oder er kann schlimmere, atomare Waffen einsetzen, um auszulöschen, was er nicht haben kann. Die jetzt mobilisierten 300.000 Männer sollen seine Pläne sichern.

Kiew und der Westen sollten dieser Truppe eine gut kommunizierte Alternative zum Tod anbieten – sich ergeben. In den vergangenen Tagen sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrfach zu den neu Mobilisierten. Das ist klug, denn Putins Hauptschwäche ist seine unmotivierte Armee. Gelingt es dem Westen, viele zum Aufgeben zu bewegen, verlöre Putin nicht nur die Schutztruppe für seine annektierten Gebiete, sondern wäre auch im Inland geschwächt.

Gefangene russische Soldaten, die nach Hause kommunizieren, sind für ihn ein größeres Problem als tote. Diese Karte muss der Westen effektiver ausspielen. (Viktor Funk)

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