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G20-Treffen: Putin isoliert sich weiter

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Hätte der Herrscher im Kreml für sich irgendeinen Vorteil von dem Treffen auf Bali versprochen, wäre er selbst angereist.
Hätte der Herrscher im Kreml für sich irgendeinen Vorteil von dem Treffen auf Bali versprochen, wäre er selbst angereist. © Sergei Bobylev/dpa

Der russische Autokrat Wladimir Putin nimmt nicht am G20-Treffen teil. Nun wird nicht mit, sondern über Russland und dessen Angriffskrieg in der Ukraine gesprochen. Der Kommentar.

Frankfurt am Main – Mit der angekündigten Absage Wladimir Putins am kommenden G20-Treffen in Indonesien geht der russische Autokrat der angekündigten Friedensinitiative für die Ukraine des gastgebenden Präsidenten Joko Widodo aus dem Weg. Offensichtlich will er bei diesem Thema immer noch keine Zugeständnisse machen.

Nun werden die Verantwortlichen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer nicht mit, sondern über Russland und dessen Angriffskrieg in der Ukraine sprechen - unter anderem mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dessen virtuelle Teilnahme Putin mit seiner Absage unfreiwillig ermöglicht hat, obwohl die Ukraine gar nicht zu den G20 gehört.

Wladimir Putin verspricht sich keine Vorteile

All das zeigt, wie isoliert Putins Regime international inzwischen ist, obwohl ihn China, Indien und die Türkei teilweise unterstützen. Denn hätte der Herrscher im Kreml für sich irgendeinen Vorteil von dem Treffen auf Bali versprochen, wäre er selbst angereist.

So schickt er seinen Adlatus Sergej Lawrow, der bei der Zusammenkunft der G20-Außenminister im Juli viele verärgerte, weil er nach seiner Rede aufstand und ging, statt sich anzuhören, was seine Amtskolleginnen und -kollegen zu sagen haben. Das lässt für kommende Woche nichts Gutes erwarten. (Andreas Schwarzkopf)

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