Besetzte Gebiete

Türkische Verbrechen im Norden Syriens

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Die Bundesregierung sollte Präsident Erdogan dazu auffordern, dafür zu sorgen, dass die mit Ankara verbündeten Kämpfer aufhören, im Nachbarland Menschen zu foltern und zu bestehlen. Ein Kommentar.

Die Politikerinnen und Politiker der schwarz-roten Koalition sollten den Bericht der Vereinten Nationen über die türkischen Verbrechen im Norden Syriens genau lesen. Noch besser sollte die Bundesregierung die richtigen Lehren ziehen und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dazu auffordern, dafür zu sorgen, dass die mit der Türkei verbündeten Kämpfer der „Syrischen Nationalen Armee“ aufhören, dort Menschen zu foltern, zu vergewaltigen und zu bestehlen.

Zumindest ist die Türkei als Besatzungsmacht eigentlich dazu verpflichtet, nach der völkerrechtswidrigen Invasion im Oktober vergangenen Jahres für die Sicherheit der Bevölkerung im Norden des Bürgerkriegslandes zu sorgen. Oder stimmen die Berichte, wonach Erdogan die dort lebenden Kurden verdrängen lässt?

Die UN-Vorwürfe sind leider nur ein weiterer Punkt auf der langen Liste der Verfehlungen der Regierung Erdogan, dem Deutschland und die anderen EU-Staaten längst hätten entgegentreten müssen. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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