Nun hat auch Trumps Beraterin Kellyanne Conway dem Präsidenten den Rücken gekehrt.
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Nun hat auch Trumps Beraterin Kellyanne Conway dem Präsidenten den Rücken gekehrt.

Kommentar

Trumps Partei besteht nur noch aus seinen Fans

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Der US-Präsident fordert unbedingte Gefolgschaft und duldet keinen Widerspruch – viele haben ihn bereits deshalb verlassen, und die republikanische Partei besteht fast nur noch aus Fans. Der Kommentar.

So anders und dramatisch der Rücktritt von Kellyanne Conway auch sein mag, so sehr ist der Rückzug der ehemaligen Beraterin von Donald Trump nur ein weiterer in einer langen Reihe. Viele ehemaligen Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben sich vom US-Präsidenten seit dessen Amtsantritt abgewandt, andere hat er gefeuert. Das ist kein Zufall.

Trump fordert unbedingte Gefolgschaft und Loyalität. Er duldet keinen Widerspruch. Eine Folge davon ist eine Partei, die nur noch Anhänger von Trump kennt. Das wird auch während des Parteitags der Republikaner in dieser Woche deutlich. Im Grunde gibt es nur einen bedeutsamen Redner: Donald Trump.

Er wird sich täglich selbst loben und seine angeblichen politischen Erfolge preisen. Er wird den politischen Gegner nicht schonen mit seinen verbalen Attacken. Er wird wieder mit Tweets und Sprüchen mindestens in den USA die Schlagzeilen bestimmen, wo konkurrierende Nachrichtensender um die Gunst von Zuschauerinnen und Zuschauer buhlen.

Damit wird er sicher seine Anhängerinnen und Anhänger im Land begeistern. Ob er allerdings seinen eigenen Niedergang stoppen kann, ist völlig offen. Noch liegt Trump in allen Umfragen hinter seinem Herausforderer Joe Biden.

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