US-Wahl

Trumps letzter Kampf

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
    schließen

Der gewählte US-Präsident Biden sollte sich von den Eskapaden des noch amtierenden Präsidenten Trump nicht aufhalten lassen, sondern sich weiter auf die Machtübernahme vorbereiten. Der Kommentar.

Bevor die Amtszeit von Donald Trump endlich zu Ende geht, wird es noch einmal undemokratisch und hässlich. Zu den unbegründeten Vorwürfen der Wahlfälschung kommt, dass Trump die wichtige Phase der Machtübergabe behindern will. Zudem scheint er mit dem Rauswurf seines Verteidigungsministers Mark Esper noch einen Rachefeldzug gegen all jene zu starten, die es wagten, ihm zu widersprechen.

Die US-Demokratie wird auch diesen Stresstest überleben und nicht ins Chaos stürzen. Doch Trump zerstört weiter Vertrauen und schadet seinem Land erneut - auch weil er seine Anhänger indirekt ermuntert, sich seinem Kampf anzuschließen. Die Folgen sind nicht absehbar. Trump selbst hat weder die moralische Größe noch die Integrität, all das zu verhindern und seine Niederlage anzuerkennen. Das wäre die Aufgabe der Republikaner, die sich aber lieber wegducken.

Den Demokraten um den Wahlsieger Joe Biden wird nichts anderes übrig bleiben, als weiter die Macht zu sichern und deren Übergabe so reibungslos wie möglich zu gestalten. Sie sollten sich jedenfalls nicht provozieren lassen, sondern mit dem Gedanken an die Inauguration im Januar trösten. Für Trump dürfte es nichts Schlimmeres geben, als wenn Biden endlich Präsident wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare