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Bundeskanzlerin Angela Merkel weiterhin beliebteste Politikerin in Deutschland. Bei der Bundestagswahl 2021 wird sie nicht mehr antreten. (Archivbild)
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Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Archivbild)

Angela Merkel

Trügerische Souveränität

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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So angenehm Merkels Auftritte im Bundestag, so unpassend ist ihre Politik. Der Kommentar.

Angela Merkel, das Gesicht dieses Landes, zum letzten Mal in der Fragestunde des Parlaments: souverän, Kritik mit feiner Ironie konternd, perfekt informiert – selbst auf Menschen, die der Kanzlerin politisch nicht nahe stehen, wirkt das angenehm.

Aber passt dieses Gesicht zum inneren Zustand des Landes? Ist diese Frau, deren Radikalität meistens in dem Satz „Daran müssen wir arbeiten“ gipfelt, den krisenhaften Aspekten einer Übergangszeit gerecht geworden? Kann das Beruhigende, ja Demobilisierende etwas ausrichten gegen Angst und Vertrauensverlust, die mit Umbrüchen wie dem Klimawandel verbunden sind, nicht nur bei „Querdenkern“ und Rechtsextremen?

Die Antwort: Zur Lage passt Merkels Ton schon lange nicht mehr. Zum Handeln ihrer Regierung – und vor allem zum Nicht-Handeln – passt er leider sehr wohl. Es ist fast gespenstisch, wie sie einen Dank an Pflegende aussprach, der nichts kostet, während der Deutsche Pflegerat am selben Tag eine verheerende Bilanz ihrer Regierungszeit zog.

Nicht, dass Merkel hätte Panik verbreiten sollen. Aber den Wandel konsequent anzugehen und zugleich mit ihrer ganzen Souveränität den Menschen Mut dafür zu machen, das hat sie versäumt. So angenehm Auftritte wie der vom Mittwoch auch in Erinnerung bleiben mögen.

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