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Proteste

Südafrikas Bevölkerung zahlt die Zeche

  • Johannes Dieterich
    VonJohannes Dieterich
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Die Ausschreitungen in Südafrika nach der Inhaftierung von Ex-Präsident Zuma sind Folge von Versäumnissen der Regierung. Wenn diese jetzt keine neue soziale Grundlage schafft, verschlingt sie das nächste Mal der Abgrund. Der Kommentar.

Südafrika am Abgrund. In den vergangenen Tagen wurden Hunderte Einkaufszentren geplündert, Warenhäuser und Lastwagen angezündet. Die Polizei sah tatenlos zu, wie der von Corona noch nicht zerstörte Teil der Ökonomie des Schwellenlands in Flammen aufging. Nun wird debattiert, ob es sich um Hungeraufstände oder gezielte Anschläge von Leuten des inhaftierten Ex-Präsidenten Jacob Zuma handelt. Um beides, lautet die richtige Antwort – und noch viel mehr.

Derzeit zahlt die Bevölkerung die Zeche für Versäumnisse ihrer Regierung: dass Zumas räuberisches Netzwerk noch immer nicht zerschlagen ist, Gewalt als legitimes Mittel gilt und immer mehr Menschen in Armut versinken.

Zu den besten Eigenschaften der Bewohner:innen Südafrikas gehört, dass sie sich im entscheidenden Moment immer besannen. Auch jetzt: Hunderte stellen sich in den derzeit bitterkalten Winternächten schützend vor „ihre“ Supermärkte. Das sollte der regierende ANC nicht als Freibrief verstehen. Wenn er jetzt nicht mit Paukenschlägen eine neue soziale Grundlage schafft, verschlingt ihn das nächste Mal der Abgrund.

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