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Stunde der Wahrheit 

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Bald wird sich zeigen, ob die ukrainischen Einheiten in der Lage sind, im Süden den Feind zu stoppen und zusätzlich im Osten eine Gegenoffensive zu starten. Der Kommentar.

Unabhängig davon, ob die russische Invasionsarmee Lyssytschansk bereits eingenommen hat oder ob ukrainische Verteidiger die strategisch wichtige Stadt noch kontrollieren, wird deutlich, dass Putins Truppen den Osten des überfallenen Landes bald unterworfen haben werden. Damit rückt der Tag näher, an dem der Autokrat Putin ein Etappenziel seines Feldzugs erreicht.

Dann wird sich auch zeigen, ob die ukrainischen Einheiten in der Lage sind, im Süden den Feind zu stoppen und zusätzlich im Osten eine Gegenoffensive starten können. Besonders für letzteres benötigen sie dringend Waffen von ihren westlichen Alliierten. Die USA und die europäischen Verbündeten müssen dann zeigen, für welches Ziel sie zusammenstehen oder ob die Unken recht haben und die Kriegsmüdigkeit in einigen Staaten das Bündnis auseinandertreibt.

Diese Gefahr besteht vor allem dann, wenn die Kosten des Krieges weiter die Energiepreise in westlichen Staaten und damit die Inflation in die Höhe treibt und die Regierungen die Belastung für große Teile ihrer Bevölkerung nicht dämpfen können. In Italien jedenfalls steigt die Zahl von Menschen, die gegen Waffenlieferungen sind. Das hilft Putin, der den Gashahn zudrehen könnte, um den Unmut vor allem in Europa zu vergrößern.

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