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G7-Treffen: Strategie im Ukraine-Krieg gesucht

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Es ist richtig, wenn der US-geführte Westen nicht nur mit der Ukraine gegen den russischen Aggressor vorgeht, sondern wie beim G7-Treffen über das weiter Vorgehen gegen Russland nachdenkt. Der Kommentar.

Natürlich gefällt Putins Regime ein möglicher Nato-Beitritt Finnlands nicht. Davon sollte sich aber niemand beeindrucken lassen. Schließlich hat Russland mit seinem Angriffskrieg in der Ukraine nicht nur Finnland und Schweden, sondern auch andere Staaten dazu gezwungen, politische Überzeugungen zu überdenken oder gar zu ändern.

So hat die kosovarische Außenministerin Donika Gërvalla-Schwarz am Donnerstag offiziell den Antrag ihres Landes auf eine Aufnahme in den Europarat übergeben. Ministerpräsident Albin Kurti sagte in der vergangenen Woche zudem, dass das Kosovo keine andere Perspektive als die EU und Nato habe.

Polizeibeamte sichern den Strand von Weißenhäuser Strand, wo das Gipfeltreffen der Außenminister der G7-Gruppe der führende demokratischen Wirtschaftsmächte stattfindet.
Polizeibeamte sichern den Strand von Weißenhäuser Strand, wo das Gipfeltreffen der Außenminister der G7-Gruppe der führende demokratischen Wirtschaftsmächte stattfindet. © Kay Nietfeld/dpa

Putin kann den Ukraine-Krieg nicht gewinnen

Richtig ist es auch, wenn der US-geführte Westen nicht nur mit der Ukraine gegen den russischen Aggressor vorgeht, sondern wie beim G7-Treffen über eine Strategie gegenüber Russland nachdenkt. Denn die russische Armee erzielt trotz aller Härte und Grausamkeit wegen des ukrainischen Widerstands kaum Geländegewinne. Es zeigt sich auch in der zweiten Phase des Krieges, dass Wladimir Putin ihn nicht gewinnen kann.

Ob und wie der russische Despot einlenkt, ist derzeit nicht absehbar. Unklar ist auch, wie die von Russland eroberten ukrainischen Gebiete im Osten des überfallenen Landes nach einem möglichen Ende des militärischen Konflikts wieder von Kiew regiert werden können. Doch klar ist, dass die Allianz des Westens mit der Ukraine sagen muss, wie sehr sie Putin und Russland schwächen wollen. Dabei sollten sie berücksichtigen, dass sie Russland nicht zu sehr demütigen sollten. Das hat in vergleichbaren Fällen fatale Folgen gehabt. (Andreas Schwarzkopf)

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