1. Startseite
  2. Meinung
  3. Kommentare

Das sowjetische Erbe in Kasachstan

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Viktor Funk

Kommentare

Ihnen geht es nicht nur um steigende Treibstoffpreise: Demonstranten in der kasachischen Hafenstadt Aqtau am Kaspischen Meer.
Ihnen geht es nicht nur um steigende Treibstoffpreise: Demonstranten in der kasachischen Hafenstadt Aqtau am Kaspischen Meer. © Kamshat Abdirajym/Imago

Kasachstan stehen auch nach dem Rücktritt der Regierung und gesenkten Energiepreisen unruhige Zeiten bevor und es ist nicht absehbar, ob sie in bessere Zeiten münden. Der Kommentar.

Nur-Sultan – Die Verdoppelung von Preisen für Auto-Gas war nur der Auslöser für die Proteste in Kasachstan, die eigentlichen Gründe sind umfassender – und ein Erbe des sowjetischen Imperiums. Da ist zunächst die Zentralisierung der politischen Gewalt und das Abschöpfen von wirtschaftlichen Gewinnen durch das Zentrum. Der Reichtum des riesigen Landes fließt also in die Hauptstadt, die Provinz hat wenig zu melden.

Auch die autoritäre Staatsführung ist ein Erbe der Sowjetunion, ebenso die Bevorzugung einer technokratischen, loyalen Elite. Nur der sich lange entwickelnde Wohlstand vermochte den Großteil der Bevölkerung ruhigzustellen. Doch vergessen wurden die Probleme ebenso wenig wie die tödlichen Repressionen früherer Proteste. Die ökonomischen Probleme durch die Pandemie sowie die Preiserhöhungen führten letztlich zum Überdruss.

Kasachstan: Unruhige Zeiten wohl nicht abgewendet

Es ist unwahrscheinlich, dass der Rücktritt der Regierung und die Senkung der Energiepreise den Zorn der Straße beruhigen. Kasachstan stehen unruhige Zeiten bevor und es ist nicht absehbar, ob sie in bessere Zeiten münden. (Viktor Funk)

Auch interessant

Kommentare