Kommentar zu Corona

Corona: Die Sommerpause ist vorbei

  • Michael Bayer
    vonMichael Bayer
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Die steigende Zahl von Infizierten mahnt uns, uns mehr anzustrengen, um Corona im Griff zu behalten. Ein Kommentar.

Es wäre zu schön, könnten wir Corona im Griff behalten, ohne uns anzustrengen. Nun aber reißt Deutschland die 1000er Marke der täglichen Neuinfektionen; der Traum ist ausgeträumt.

Anstrengen, das heißt vor allem, jenen klar zu widersprechen, die Corona herunterspielen. Das Thema Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ist dafür ein ermutigendes Beispiel. Lange mogelten sich Politik und Verkehrsunternehmen um eine konsequente Umsetzung herum. Dann wurden die Befürwortenden laut - beim Personal im Zug, in den Social-Media-Kanälen, überall. Nun begrüßt die Bahn von der Politik eingeführte Strafen.

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Anstrengen, das heißt zudem, die wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnisse schneller in Handlungsvorgaben umzusetzen. Der Rahmen für Präsenzunterricht an Schulen etwa wird vielerorts noch so diskutiert, als genügten große Abstände - und wüssten wir nichts von mobilen Aerosolen in der Luft. Auch die Konzepte der Gesundheitsbehörden gilt es so anzupassen, dass diese eine zweite Welle erfolgreich bewältigen können. Gut, dass der Virologe Christian Drosten dafür konkrete Vorschläge vorlegt.

Nicht alle neuen Erkenntnisse sind ermutigend. Der Kampf gegen Corona wird wieder unbequem. Die erholsame Sommerpause ist vorbei.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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