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Signale im Bahnverkehr

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Von: Michael Bayer

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Die Züge auf den 33.000 Netzkilometern werden aktuell in gut 2500 Stellwerken gelenkt; in vielen bewegen Fahrdienstleiter die Weichen noch mit Muskelkraft.
Die Züge auf den 33.000 Netzkilometern werden aktuell in gut 2500 Stellwerken gelenkt; in vielen bewegen Fahrdienstleiter die Weichen noch mit Muskelkraft. © Monika Skolimowska/dpa

Ein langfristiger Investitionsfonds Schiene, wie ihn die Grünen vorschlagen, ist ein wichtiger Schritt, um die großen Ziele für die Bahn zu erreichen. Der Kommentar.

Mit der Bahn ist es wie mit dem Klimaschutz. Die Ziele könnten ambitionierter kaum sein: bis zum Jahr 2030 doppelt so viele Fahrgäste und ein Drittel des Güterverkehrs auf der Schiene. Und danach? Alles offen, insbesondere die Finanzierung.

Dabei ist unfassbar viel zu tun, um im überlasteten Netz weitere Züge unterzubringen. Neue Strecken sind wichtig. Noch entscheidender wird, mehr Kapazitäten auf den bestehenden Routen zu schaffen. Das geht nur mit einer digitalen Steuerung; die Bahn verspricht ein Plus von 35 Prozent.

Die Züge auf den 33.000 Netzkilometern werden aktuell in 2557 Stellwerken gelenkt; in 642 davon bewegen Fahrdienstleiter die Weichen noch mit Muskelkraft. Kein Wunder, dass die Kosten für eine konsequente Digitalisierung in viele Milliarden gehen. Wer eine leistungsfähige Bahn will, kommt daran nicht vorbei.

Der Weg ist noch weit. Aktuell kommen nicht einmal die wenigen Pilotprojekte wie erhofft voran. Die Industrie bietet wenig und teuer an. Ein langfristiger Investitionsfonds Schiene, wie ihn die Grünen vorschlagen, wäre auch ein wichtiges Signal für die Zuliefererbranche.

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