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Seehofers lenkt zu spät ein

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Horst Seehofer (CSU) hat die Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt.
Horst Seehofer (CSU) hat die Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt. © Jörg Carstensen/dpa

Der Bundesinnenminister hätte viel früher einen Abschiebestopp nach Afghanistan verhängen müssen

Endlich schiebt Deutschland abgelehnte Asylbewerber:innen nicht mehr nach Afghanistan ab. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hätte viel früher einlenken müssen. Afghanistan war schon lange kein sicheres Herkunftsland mehr. Seit die internationalen Truppen im April ihren Rückzug angekündigt haben, ist es durch den landesweiten Vormarsch der Taliban noch schlimmer geworden. Doch Seehofer hörte nicht auf Hilfsorganisationen oder auf die Regierung in Kabul, sondern schickte Menschen in eine ungewisse Zukunft.

Doch Seehofer hat nur dem Druck nachgegeben, einsichtig ist er nicht. Sonst hätte er die Abschiebungen nicht nur ausgesetzt. Nach Lage der Dinge wird die Bundesregierung lange niemand mehr in ein Flugzeug Richtung Kabul setzen können. Im Gegenteil. Die Aufständischen kontrollieren bereits große Teile des Landes. Sollten die Dschihadisten auch Kabul einnehmen und über das Land herrschen, werden wohl viele Menschen fliehen. Die meisten werden wie in den 90er Jahren in der Region bleiben, aber viele werden sich auf den Weg nach Europa machen.

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