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Von: Andreas Schwarzkopf

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Dass die CDU nach einer Linie für ihre neue Position sucht, zeigt sich auch an Friedrich Merz‘ Sinneswandel vom Hardliner zum Liberalkonservativen.
Dass die CDU nach einer Linie für ihre neue Position sucht, zeigt sich auch an Friedrich Merz‘ Sinneswandel vom Hardliner zum Liberalkonservativen. © Kay Nietfeld/dpa

Es wird viel länger dauern als viele Christdemokratinnen und Christdemokraten denken, bis die CDU ihre Rolle als Oppositionspartei ausfüllen wird. Ein Kommentar.

Die CDU wird noch lange suchen nach den richtigen Themen und dem richtigen Ton für die neue Rolle als Oppositionspartei. Das wird nicht nur bei der Kandidatenkür für den Vorsitz deutlich, wenn etwa Friedrich Merz bei seinem dritten Anlauf sich nicht mehr als konservativer Hardliner präsentiert, sondern als ein Liberalkonservativer, der mitten in der Union stehe. Es zeigt sich auch, wenn Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus den Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien scharf kritisiert, zugleich aber betont, die CDU werde die künftige Regierung kritisch, aber fair begleiten.

Denn die Christdemokraten haben nicht nur das Problem, in der Merkel-Ära Kernthemen wie die Wehrpflicht oder die Atomkraft verloren zu haben. Sie sind zudem in vielen Landesregierungen vertreten. Das verbietet nicht nur eine Fundamentalopposition, sondern zwingt sie dazu, viele Gesetze spätestens im Bundesrat mitgestalten zu müssen. Das wiederum wird sicher für die Ampelkoalition schwierig, wenn sie merkt, dass in gewisser Weise eine vierte Partei mitregiert.

Zudem wird die CDU mit der im Bund mitregierenden FDP um Wählerinnen und Wähler konkurrieren müssen und sich gleichzeitig dauerhaft gegen die rechtspopulistische AfD abgrenzen müssen. Keine leichte Aufgabe für die CDU.

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