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Schwierige Mission

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin von Deutschland, während eines Treffens der EU-Außen- und Verteidigungsminister.
Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin von Deutschland, während eines Treffens der EU-Außen- und Verteidigungsminister. © Thibault Camus

Die Treffen zwischen dem Westen und Russland haben den Ukraine-Konflikt kaum entspannt. Ein Kommentar.

Außenministerin Annalena Baerbock kann mit ihren Reisen nach Kiew und anschließend nach Moskau nur wenig erreichen. Schließlich haben die Treffen zwischen dem Westen und Russland den Ukraine-Konflikt leider kaum entspannt, ihnen folgten sogar weitere Drohungen. Dennoch sollte die Diplomatin nichts unversucht lassen.

In der ukrainischen Hauptstadt kann sie den vom Westen enttäuschten Politikerinnen und Politikern versichern, dass Deutschland und die anderen EU-Staaten der Ukraine weiter beistehen - auch, wenn die Europäer nicht alle Forderungen Kiews erfüllen können oder wollen. In Moskau wird Baerbock ausloten, ob die Regierung Putin wirklich Deutschland und die anderen EU-Staaten nicht mehr ernst nimmt und ausschließlich mit den USA sprechen will.

Ukraine-Konflikt: Russland kein Gegner, sondern potenzieller Partner

Dem hiesigen Publikum signalisiert die Ampel-Ministerin, dass es trotz wachsender Kriegsangst noch keinen Grund gibt, Russland als Gegner zu behandeln, sondern mit Moskau trotz allem weiter wie mit einem potenziellen Partner zu sprechen. Sie tritt damit der hierzulande schärfer werdenden Rhetorik entgegen, die den Konflikt nur unnötig anheizt, aber keine konstruktiven Vorschläge macht und die bisherige Strategie des Westens wirklich weiterentwickelt.

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