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Schwäche, nicht Stärke

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Folgen russischer Luftangriffe auf Kiew.
Folgen russischer Luftangriffe auf Kiew. © Roman Hrytsyna/dpa

Putins Raketenangriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung sind ein weiteres Kriegsverbrechen. Sie zeigen, dass die russische Armee auf dem Schlachtfeld nicht in die Offensive gehen kann. Ein Kommentar.

Wenn der russische Autokrat Wladimir Putin Kiew und andere ukrainische Städte beschießen lässt, dann ist das keine Demonstration der Stärke. Vielmehr sind die gezielten und wahllosen Bombardierungen der Zivilbevölkerung ein weiteres Kriegsverbrechen, das sich nicht durch Rache für die Explosion auf der symbolträchtigen Brücke zwischen dem russischen Festland und der von Moskau völkerrechtswidrig annektierten Krim rechtfertigen lässt.

Zudem zeigt die russische Armee zwar, dass sie mit Raketen alle Ziele in dem überfallenen Land erreichen und damit alle terrorisieren kann. Zugleich verdeutlicht sie aber auch ihre militärische Schwäche. Offensichtlich sind Putins Einheiten nicht mehr in der Lage, auf dem Schlachtfeld mit Vorstößen oder Offensiven auf Provokationen zu reagieren.

Letzteres lässt sich als Hinweis darauf deuten, dass Putin den Krieg im Grunde bereits verloren hat. Der Kriegsherr wird die Ukraine eben nicht mehr vernichten können, wie er es seit Beginn des Überfalls immer wieder behauptet hat. Es gelingt ihm ja nicht einmal, die eroberten Gebiete vollständig zu halten. Die ökonomischen Einbußen und die politische Isolierung Russlands wären weitere Gründe einzulenken. Doch Putin lässt weiter kämpfen.

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