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Schröders größte Strafe

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Von: Kristina Dunz

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Ohne Distanz: Schröder umarmt Putin (Archivbild)
Ohne Distanz: Schröder umarmt Putin (Archivbild) © Alexei Druzhinin / dpa

Die Ampel-Fraktionen wollen Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder die Sonderrechte zusammenstreichen. Aber es ist ohnehin alles weg, was ihn einmal ausgemacht hat: Achtung, Respekt und Einfluss.

Gerhard Schröder hat sich nach seiner Abwahl 2005 sehr schnell als Gaslobbyist in Russlands lukrative Dienste gestellt. Der letzte Rest Hoffnung, dass gerade er den Kriegstreiber Putin stoppen und etwas für die Ukraine tun könnte, starb mit seinen unerträglich unkritischen Äußerungen über den Kremlchef.

Die Ampel-Fraktionen wollen Schröder nun Sonderrechte zusammenstreichen. Zugleich soll die Bundesregierung sicherstellen, dass die Amtsausstattung ehemaliger Kanzlerinnen und Kanzler „nach der fortwirkenden Verpflichtung aus dem Amt erfolgt und nicht statusbezogen“.

Parteipolitisches Konfliktpotenzial

Dass neue Regierungen die Aktivität von Ex-Kanzlerinnen und -Kanzlern im Ruhestand bewerten sollen, birgt parteipolitisches Konfliktpotenzial. Die Union würde Schröder gern das Ruhegehalt streichen. Gnädig war sie dagegen mit Altkanzler Kohl, der das Land mit seiner ungeheuerlichen Spendenaffäre erschütterte.

Schröder kann man nicht mehr viel nehmen. Er hat sich selbst beraubt. Achtung, Respekt, Einfluss – alles weg, was ihn einmal ausgemacht hat. Das ist die größte Strafe. Bericht S. 6

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