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Merkel und Putin
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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin bei einem Treffen im Juni 2019.

Kommentar

Russland: Siegesfeiern ja – weitere Fragen unerwünscht

  • Viktor Funk
    VonViktor Funk
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Russland hat großen Nachholbedarf bei der Aufarbeitung der Traumata, die der Zweite Weltkrieg hinterlassen hat. Doch kritische wissenschaftliche Arbeit wird zunehmend behindert. Ein Kommentar.

Moskau - Je länger der Krieg zurückliegt, desto lauter hallen in Russland die Siegesrufe über das Nazi-Deutschland nach. Es ist ein sehr schwieriges, schmerzhaftes und auch ein sehr verklärtes Thema in Russland. In der Öffentlichkeit existiert wenig differenziertes Wissen über das, was im Zweiten Weltkrieg auf dem Boden der Sowjetunion geschah. Es gibt viel Wissen über einzelne Kriegsmomente, über die Grausamkeit der Faschisten und es gibt viele Namen von Heldinnen und Helden.

Aber wer dann weitere Fragen stellt – zum Beispiel warum so viele Soldatinnen und Soldaten verheizt wurden, welche Rolle Kollaborateure bei der Vernichtung von Jüdinnen und Juden gespielt haben oder warum Hunderttausende sowjetische Kriegsgefangene nach dem Überleben der Nazi-KZs in die sowjetischen Gulag-Lager gesteckt wurden –, hat zunehmend ein Problem. Neue Gesetze erschweren immer mehr die kritische wissenschaftliche Arbeit.

Zweiter Weltkrieg und Russland: Traumata, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden

Das hat übrigens nicht nur Nachteile für Russland selbst, wo es nach wie vor nicht möglich ist, über die Traumata zu sprechen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Es wirkt sich auch negativ auf das deutsch-russische Verhältnis aus. Denn auch hier fehlt immer noch viel Wissen über das Ausmaß der deutschen Verbrechen im Osten. (Viktor Funk)

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