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Tod von Darja Dugina: Moskau ist verwundbar

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Von: Viktor Funk

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Das Kreml-Regime ist verwundbar, wie das Attentat auf Darja Dugina zeigt, unabhängig davon, wer die Täterinnen und Täter waren. Der Kommentar.

Wem nützt der Tod der 29-jährigen Darja Dugina, der Tochter des russischen Nationalisten Aleksander Dugin? Sie und ihr Vater haben den Tod von Menschen in der Ukraine gefordert. Und nun hat angeblich eine ukrainische Staatsbürgerin den Anschlag auf Dugina verübt und sich anschließend nach Estland abgesetzt. Das behauptete am Montag der russische Geheimdienst FSB.

„Putins Gehirn“ und ultrarechter Vordenker: Alexander Dugin
Der russische Ideologe Alexander Dugin. Bei einem mutmaßlichen Mordanschlag ist nach Angaben russischer Ermittler seine Tochter, die Journalistin und Politologin Darja Dugina, getötet worden. © IMAGO / Russian Look

Moskau widerspricht damit der Erklärung der ominösen „Nationalen Republikanischen Armee“, einer Partisanenbewegung, die bis Sonntagabend unbekannt war. Der Kreml lenkt damit die Aufmerksamkeit vor einer möglicherweise vorhandenen inneren militanten Widerstandsgruppe auf einen äußeren Feind. Zugleich erweitert das Regime das Konfliktfeld auf einen EU-Staat. Wieder stellen sich viele Fragen: Wem nützt das?

Tod von Darja Dugina: FSB-Version soll offenbar Volk beruhigen

Die FSB-Version der ukrainischen Attentäterin soll offenbar das Volk beruhigen: Das war nur eine gezielte Rachetat. Russische Partisanen gegen Wladimir Putin – diese Version würde zeigen, dass die Sicherheitsorgane versagt haben. Also wird dies ausgeschlossen.

Doch auch so gesteht das Regime ein, dass es quasi in seinem Innersten verwundbar ist. Schließlich geschah der Anschlag nicht irgendwo, sondern sehr nah bei Moskau. (Viktor Funk)

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