Das Verlegeschiff „Audacia“ des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2.
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Das Verlegeschiff „Audacia“ des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2.

Kommentar

Runter vom Gas!

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
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Fürs Klima müssen wir ganz weg vom Gas. Wenn das nicht schnell genug geht, muss gelten: Wenigstens das größere der kleineren Übel, das Frackinggas, ist in Zukunft tabu. Der Kommentar.

Wann immer vom Energieträger Gas die Rede ist, riecht es nach Politik. Da sind die USA, die den Rohstoff mit der riskanten Frackingtechnik fördern und unbedingt verkaufen möchten. Da ist Russland, das so viel davon hat, dass es kein Fracking braucht. Da ist Deutschland, wo die einen sich auf russische Lieferungen durch die neue Pipeline Nord Stream 2 freuen, wo aber andere wegen des Klimas und der Menschenrechte lieber ganz verzichten würden.

Jetzt stellt das Bundesumweltministerium fest, dass Frackinggas (noch) klimaschädlicher ist als konventionelles. Das spricht für die Pipeline, die in der SPD des Putin-Freundes Gerhard Schröder ziemlich beliebt ist. Aber es ist auch ein Argument gegen ebenfalls in der SPD kursierende Überlegungen, die USA durch verstärkten Import von Frackinggas zu beruhigen, um Nord Stream 2 fertigstellen zu können.

Im Sinne des Klimas kann es genau genommen nur heißen: Ganz runter vom Gas! Aber wenn das nicht schnell genug geht, muss gelten: Wenigstens das größere der kleineren Übel, also Frackinggas, ist in Zukunft tabu.

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