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Rückschlag für Putin

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Flammen und Rauch steigen von der Krim-Brücke auf, die das russische Festland und die Halbinsel Krim über die Straße von Kertsch verbindet.
Flammen und Rauch steigen von der Krim-Brücke auf, die das russische Festland und die Halbinsel Krim über die Straße von Kertsch verbindet. © dpa

Prestige-Projekt und Versorgungsweg – beides ist schwer beschädigt. Der Kommentar.

Die heftige Explosion auf der Krimbrücke trifft vor allem den Autokraten Wladimir Putin hart. Denn das Milliarden teure Bauwerk ist mehr als eine Verkehrsverbindung zwischen dem russischen Festland und der von Moskau völkerrechtswidrig annektierten Halbinsel. Sie ist Putins Prestigeobjekt und Symbol für den neorussischen Imperialismus. In der Folge steigt wohl der Druck auf Putin durch die Explosion, endlich wieder für gute Nachrichten für seinen militärischen Überfall auf die Ukraine zu sorgen.

Doch dürfte es der russischen Armee durch die beschädigte Brücke noch schwerer fallen, ihre Soldaten zu versorgen. Damit scheint es aussichtslos für Moskaus Einheiten, in dem Krieg wieder die Initiative zu gewinnen.

Doch von einer Niederlage ist die russische Armee leider noch weit entfernt. Es wird wohl noch Monate dauern, bis die ukrainische Armee die zuvor besetzten Gebiete zurückerobert hat. Womöglich könnte ein diplomatischer Vorstoß diese Zeitspanne verkürzen. Das setzt allerdings voraus, dass Putin einlenkt. Dafür spricht derzeit aber nichts.

Man kann auch schon über den Frieden nachdenken. Doch werden Gespräche darüber bestimmen, wer in Moskau das Sagen hat und wie viele Gebiete die Ukraine bis dahin vom Aggressor befreit hat.

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