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Richtige Lehren ziehen

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Wenn Frankreich und die anderen EU-Staaten Mali und die Sahelzone wirklich helfen wollen, müssen sie viel mehr tun als Soldatinnen und Soldaten schicken. Der Kommentar.

Endlich ziehen Frankreich und seine europäischen Partner ihre Truppen aus Mali ab und beenden einen Einsatz, der zu scheitern drohte, weil viele Malierinnen und Malier, aber vor allem die Militärjunta die fremden Uniformierten nicht mehr im Land haben wollten. Frankreich und die anderen EU-Staaten müssen die richtigen Lehren ziehen und ihre Politik nicht nur für die Sahelzone, sondern für ganz Afrika ändern.

Wenn die EU den Staaten des Nachbarkontinents wirklich dabei helfen will, sich zu entfalten oder den Terrorismus nachhaltig bekämpfen möchte, dann reicht es nicht, ein paar Soldatinnen und Soldaten zu schicken oder sich mit Entwicklungshilfe zu engagieren. Es reicht auch nicht, wenn die EU wie beim Gipfel mit der Afrikanischen Union angekündigt, mit dem Infrastrukturprogramm „Global Gateway“ rund 150 Milliarden Euro bis 2027 zu versprechen, statt konkret zu helfen.

Eine wirkliche Alternative zu Chinas Projekt Seidenstraße wären Kooperationsangebote der Europäer, die den afrikanischen Staaten eine echte Partnerschaft und Wertschöpfungketten ermöglicht, von denen beide Seiten profitieren. Beim Klimaschutz könnte man beginnen. Oder bei der Corona-Hilfe mit mehr Impfdosen. So könnte die Bleibeperspektive größer werden und die Zahl der Flüchtenden sinken.

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