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Resignieren ist keine Option

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Von: Joachim Wille

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Der Feuerwehrhubschrauber fliegt über den überfluteten Stadtteil in der Provinz Ravenna. Wegen der teils dramatischen Überschwemmungen gilt in der italienischen Region Emilia-Romagna weiterhin die höchste Alarmstufe rot.
Das Bild entstand aus dem Feuerwehrhubschrauber heraus, der über den überfluteten Stadtteil in der Provinz Ravenna fliegt. Wegen der teils dramatischen Überschwemmungen gilt in der italienischen Region Emilia-Romagna weiterhin die höchste Alarmstufe rot. © Vigili del Fuoco/dpa

Aktuell zeigen die Unwetter in Norditalien, wie stark das Wetterregime bereits außer Takt ist. Jedes Zehntelgrad, das draufgesattelt wird, verschärft die Lage. Die Politik muss die richtigen Schlüsse ziehen und die Energiewende weltweit forcieren. Der Kommentar.

Die Weltgemeinschaft wird das 1,5-Grad-Erwärmungslimit reißen, das sie sich 2015 selbst in Paris gesetzt hat. Das ist so sicher wie die nervige Nachtsitzung am Ende des nächsten UN-Klimagipfels, nach der man sich auf einen Minimalkompromiss einigt. Und es steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die 1,5 Grad sogar schon in den nächsten fünf Jahren zumindest zeitweise überschritten werden, meldet die Weltmeteorologie-Organisation (WMO).

Der starke Temperatur-Push von derzeit 1,2 auf 1,5 Grad wird vor allem dem natürlichen El Niño-Phänomen im Südpazifik geschuldet sein. Doch das bedeutet keine Entwarnung. Die Welt wird das Limit schon bald auch permanent überschreiten. Deswegen tut die WMO das Richtige, wenn sie jetzt erneut Alarm schlägt.

Aktuell zeigen die Unwetter in Norditalien nach der verheerenden Trockenheit, wie stark das Wetterregime bereits außer Takt ist. Jedes Zehntelgrad, das draufgesattelt wird, verschärft die Lage. Es kommt darauf an, dass die Politik endlich die richtigen Schlüsse zieht und die Energiewende weltweit forciert. Resignieren ist keine Option.

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