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Reputation verspielt

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Von: Frank-Thomas Wenzel

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Bereut Elon Musk den Kauf von Twitter?
Bereut Elon Musk den Kauf von Twitter? © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Tesla-Chef Elon Musk hat sich mit dem Twitter-Deal verhoben und gefährdet auf diese Weise alle seine Firmen. Der Kommentar.

Mal nebenbei einen 44 Milliarden Dollar schweren Deal schaukeln. Weniger als fünf Prozent seiner Zeit habe er für die Akquisition verschwendet. So beschreibt Elon Musk die Übernahme von Twitter. Das sei doch keine Raketenwissenschaft, twittert er. Da kennt er sich ja aus, ist der Raketenbauer SpaceX doch ein weiteres seiner vielen Engagements. Womit ein weiteres Problem des Wunderkindes angedeutet wäre. SpaceX soll eine sechsstellige Summe gezahlt haben, um einen Vorwurf von sexueller Belästigung gegen den Chef aus der Welt zu schaffen. Hat das alles noch mit seriöser Geschäftstätigkeit zu tun oder ist das schon der Stoff, mit dem Klatschspalten gefüllt werden? Bei Musk geht das ineinander über.

Immer deutlicher wird, dass der Tesla-Chef sich mit dem Twitter-Deal verhoben hat. Musk verspielt damit seine Reputation. Das hat in seinem Fall schwere Folgen. Denn bei Tesla haben die Aktionäre vor allem auf seine unternehmerischen Fähigkeiten gesetzt. So bringt er in Gefahr, was er aufgebaut hat: Immerhin ist Tesla noch der wertvollste Autobauer der Welt.

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