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Kommentar

Rassismus im System

  • vonEckhard Stengel
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Wenn Menschen allein wegen der Hautfarbe oder eines ausländisch klingenden Namens keine Wohnung bekommen, dann ist das institutioneller Rassismus. Ein Kommentar.

Dass Menschen mit ausländischen Wurzeln oder aus schwierigen sozialen Verhältnissen Probleme bei der Wohnungssuche haben, ist längst bekannt. In Bremen gibt es jetzt erstmals Belege dafür, dass die Diskriminierung manchmal sogar mit System und nicht nur nach Gefühl und Wellenschlag passiert: Ausgerechnet eine städtische Wohnungsgesellschaft, die Brebau, hat Bewerber:innen in Kategorien eingeteilt und ihnen dann entweder schlechtere oder auch gar keine Wohnungen vermittelt.

Dass bei der Auswahl neuer Nachbar:innen etwas Rücksicht auf gewachsene Hausgemeinschaften genommen wird, ist legitim. Aber wenn Menschen allein wegen der Hautfarbe oder eines ausländisch klingenden Namens abgewiesen werden, dann ist das institutioneller Rassismus. Die Brebau hat außerdem Vorbestrafte, Süchtige und Menschen mit bisher „schlechten Adressen“ benachteiligt. Damit schädigt sie nicht nur die Betroffenen, sondern die ganze Stadt. Denn solche Separierung fördert die Bildung von Ghettos, und wer einmal dort wohnt, kommt kaum wieder heraus.

Es ist höchste Zeit, auch bei anderen Wohnungsunternehmen die Offenlegung ihrer Auswahlkriterien einzufordern.

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