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Rasen und Falschparken müssen stärker kontrolliert werden

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Von: Fabian Scheuermann

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Ein Knöllchen an der Windschutzscheibe eines Falschparkers.
Ein Knöllchen an der Windschutzscheibe eines Falschparkers. © Rolf Oeser

Die Bußgelder für Rasen und Falschparken zu erhöhen, war überfällig. Doch es nutzt nichts, wenn vor Ort nicht auch kontrolliert wird. Ein Kommentar.

Rasende, gefährlich abbiegende und falsch parkende Autofahrer:innen werden künftig stärker zur Kasse gebeten. Das war überfällig. Gerade beim Rechtsabbiegen kommen zu viele Menschen ums Leben. Es ist aber anzuzweifeln, ob der Anstieg der Bußgelder das Verhalten der Leute stark beeinflussen wird.

Etwa beim Parken. Denn die Autos in Deutschland werden immer größer. Fast jeder vierte Neuwagen war im ersten Halbjahr 2021 ein SUV. Und irgendwo müssen all diese Wagen abgestellt werden.

Kritik an neuem Bußgeldkatalog: Kommunen brauchen mehr Geld für Kontrollen

Auf dem Radstreifen oder im Kreuzungsbereich etwa. Wer sein Auto aber dort abstellt, schränkt die Mobilität derer ein, die laufen, radeln, Rollstuhl fahren. Und gefährdet auch Menschenleben: Es macht den Schulweg nicht sicherer, wenn sich Kinder allerorten zwischen kopfhohen Motorhauben zur Straße vortasten müssen.

Dass Falschparken nun um 35 bis 55 Euro teurer wird, ist also zu begrüßen. Die Erhöhung bringt aber nichts, wenn vor Ort nur selten kontrolliert wird. Der Bund sollte daher die Kommunen, die ja oft sparen müssen, bei der Finanzierung der Kontrollen unterstützen. Denn nur Bußgelder, die konsequent eingefordert werden, schrecken auch ab. (Fabian Scheuermann)

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