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Putins Beitrag

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Der russische Präsident will nicht mit den USA und deren Verbündeten verhandeln, sondern den Ukraine-Konflikt nach belieben anheizen, um so allen zu schaden

Es sollte niemanden verwundern, dass der russische Präsident Wladimir Putin keinen Termin für ein mögliches Gipfeltreffen mit US-Präsident Joe Biden genannt hat. Das würde den Ukraine-Konflikt zumindest vorerst beruhigen. Wer verhandeln will, lässt nicht schießen. Doch Putin hat mehr davon, wenn der Konflikt weiter schwelt, wenn er ihn nach belieben abkühlen oder anheizen kann - wie jetzt, wenn er den Minsker-Prozess für gescheitert erklärt und wohl die ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk als unabhängig anerkennt.

Solange der Konflikt nicht gelöst wird, solange rätseln alle über seine Pläne, seine Regierung steht im Zentrum des internationalen Interesses, die Ukrainerinnen und Ukrainer sind verängstigt und die Wirtschaft des Nachbarn leidet. Das nennt man psychologische Kriegsführung.

Und die USA müssen mit den europäischen Verbündeten auf Putin reagieren. Sie haben zwar die Reihen geschlossen und Sanktionen für den Fall eines militärischen Übergriffs angedroht. Und mit der Ankündigung eines Gipfeltreffens haben sie mal kurz wieder die Initiative ergriffen, Putin aber nicht zum Einlenken gebracht. Im Gegenteil. Sein Vorgehen in der Ostukraine erinnert an Georgien. Der dortige Konflikt ist seit Jahren abgekühlt, aber nicht gelöst. Berichte S. 2-4

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