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  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Der Wechsel im Amt des FDP-Generalsekretärs passt ins Erscheiungsbild einer Partei, die seit dem Wiedereinzug in den Bundestag kaum für positive Schlagzeilen gesorgt hat. Der Kommentar.

Natürlich hat FDP-Chef Christian Lindner den ungleichen Machtkampf mit seiner bisherigen Generalsekretärin Linda Teuteberg gewonnen. Doch das wochenlange Gezerre hinter den Kulissen und die Begründung für die Demission spricht nicht für Lindner. Hat er nicht gewusst, dass Linda Teuteberg womöglich nicht die Richtige ist für die Abteilung Attacke, als er sie im vergangenen Jahr ins Amt brachte?

Die ganze Geschichte passt ins Erscheinungsbild der Liberalen. Lindner und seine FDP haben seit dem Wiedereinzug in den Bundestag und dem damit verbundenen Ende der außerparlamentarischen Opposition keine positiven Schlagzeilen mehr produziert. Die meisten Menschen hierzulande denken an die gescheiterten Gespräche über die Jamaika-Koalition und das Wahldesaster in Thüringen, wenn sie an die FDP denken. Die One-Man-Show Lindner gleicht das nicht mehr aus.

Am schwersten wiegt allerdings, dass es den Liberalen bislang nicht gelungen ist, ein Profil zu entwickeln. Die Partei steht schlicht für kein Ziel. Bis zur Wahl ist nicht mehr viel Zeit, das zu ändern.

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