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Problem bleibt

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Von: Viktor Funk

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Einmalzahlungen an jüdische Flüchtlinge und Spätaussiedler:innen können das strukturelle Problem der Altersarmut lösen (Symbolbild).
Einmalzahlungen an jüdische Flüchtlinge und Spätaussiedler:innen können das strukturelle Problem der Altersarmut lösen (Symbolbild). © imago

So richtig Einmalzahlungen an jüdische Flüchtlinge und Spätaussiedler:innen sind, lösen sie nicht das strukturelle Problem der Altersarmut. Ein Kommentar.

Jüdische Flüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion, Spätaussiedler:innen und Menschen, die infolge der Rentenüberleitung aus der DDR im hohen Alter schlecht dastehen, könnten bald Hilfe bekommen. Das ist auf den ersten Blick eine gute Nachricht. Denn der unwürdige Streit darüber wer, welchen Anspruch hat, könnte bald enden. Zugleich zeigt die eher symbolische Einmalzahlung, dass es hier vor allem darum geht, das Thema endlich vom Tisch zu bekommen – eine dauerhafte Lösung für das strukturelle Problem der Altersarmut ist das nicht.

In das Einwanderungsland Deutschland kommen auch heute Menschen, deren Arbeitsjahre oder Ausbildungen in den Herkunftsstaaten hier nicht anerkannt werden. Das wird konsequenterweise zu niedrigen Rentensprüchen, Altersarmut und Sozialhilfebedarf führen. Dann steht das Thema wieder auf der Agenda.

Ein Einwanderungsland braucht Ideen, wie Zugewanderte nicht in eine Armutsfalle geraten, nur weil ihre Lebensleistung hier wenig bis gar nichts zählt. Und genau diese Ideen fehlen leider bisher.

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