Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kirchentag

Predigt und Praxis

  • Tobias Schwab
    VonTobias Schwab
    schließen

Der Kirchentag in Frankfurt fand fast nur digital statt. Der Kommentar.

Ein Kirchentag ohne Gäste in der Stadt, das ist – diese profane Parallele sei erlaubt – wie ein Europapokalspiel ohne Fans im Stadion. Insofern konnte beim fast komplett digitalen ökumenischen Christentreffen in den vergangenen Tagen in Frankfurt auch keine typische Kirchentagsatmosphäre aufkommen. Manche am Main haben vielleicht sogar drei Kreuze gemacht, dass ihnen die singenden und betenden Heerscharen erspart geblieben sind.

Die Kirchen haben dramatisch an Bindungskraft und Glaubwürdigkeit eingebüßt. In Scharen laufen ihnen die Mitglieder davon. Selbst viele Engagierte entfernen sich immer mehr von den Konfessionen, die bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt versagen, Frauen noch immer ins Abseits stellen oder - siehe Caritas - mit ihrem Veto einen besseren Tarifvertrag für alle in der Altenpflege verhindern. Allzu oft stehen Predigt und Praxis in einem krassen Widerspruch.

Dabei täten Zu- und Einspruch der Kirchen angesichts einer sich vertiefenden gesellschaftlichen Spaltung not. Auf die großen Fragen der Gerechtigkeit, die sich in Zeiten des Klimawandels und einer globalen Gesundheitskrise dringlicher denn je stellen, haben die Kirchen doch eigentlich überzeugende Antworten. Es liegt an ihnen, dass sie auch gehört werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare